FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Rehkitzrettung
Hier finden Sie kompakte Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Rehkitzrettung. Fehlt Ihnen ein wichtiges Thema? Dann nutzen Sie gern unser Formular „Frage einreichen“. Bitte haben Sie Verständnis, dass nicht alle Einsendungen in die FAQs aufgenommen werden können. So bleiben Sie stets gut informiert und können aktiv zum Schutz der Rehkitze beitragen.
Wir haben für solche Fälle eine geeignete Pflegestelle in der Hinterhand, die das Kitz aufnimmt, ggf. tierärztlich versorgt, aufzieht und danach wieder auswildert.
Nein, während der Brut- und Setzzeit steht nicht nur die Heuernte im Mittelpunkt, sondern es gibt auch zum Beispiel einen ersten Schnitt in der Luzerne und beim Grünroggen. Felder mit Mais, Gerste usw., deren Erntezeitpunkt später im Jahr liegt, brauchen nicht abgesucht werden.
In erster Linie NICHT ANFASSEN. Oftmals ist die Ricke unterwegs und kommt regelmäßig zum Säugen. Es ist immer gut, das Kitz eine Weile zu beobachten. Sollte es verstärkt und dauerhaft rufen und keine Ricke erscheint, ist es nicht falsch die örtliche Polizeistelle darüber zu informieren. Diese hat eine Liste der Jagdpächter und kann diesen informieren, der dann übernimmt.
Leider ist das eine geläufige Ansicht in der breiten Masse. Auf unserer Seite findest du bereits schon einige Informationen. Jedes Tier hat ein Recht auf Unversehrtheit und Leben. Das Vermähen ist ein menschengemachtes Problem und so sollten auch wir dafür sorgen, dass jedes Kitz sein Recht bekommt unversehrt aufzuwachsen. Dazu ist noch zu sagen, dass die Hauptaufgabe eines Jägers in der Hege und Pflege des Wildes besteht. Ein Hegeabschuß kann schon vorkommen, wenn das Tier erkrankt ist. Es ist wichtig einen gesunden Wildtierbestand zu behalten.
Die Anzahl ist von Feld zu Feld unterschiedlich. Mal ist es keins, weil die Ricken noch nicht gesetzt haben, mal sind es auch auf einem Feld 4-5 Stück. Je nach Größe und Wildbestand.
Auch variiert es von Jahr zu Jahr. Die Natur reguliert die Setzzeit. Sind die Nächte noch lange kalt, setzt die erfahrene Ricke ihr Kitz erst später. So kann es schon mal sein, dass die ersten Einsätze ohne Fund beendet werden. Lieber suchen wir einmal mehr ab, als das dann doch ein Kitz vermäht wird. In der Summe an sich, sind es jährlich bundesweit über 22.000 Kitze, die von aktiven Kitzrettungen vor dem Mähtod bewahrt werden.
Ja, aber nichts ist so effektiv und ressourcenschonend. So kann das Feld abgelaufen werden, mit und ohne Suchhunde. Diese Variante ist oft gefährlich für die Kitze und wer einmal versucht hat ein Kitz in der Wiese zu finden, wird sehen wie gut sie versteckt sind. Diese zu entdecken gleicht einem Lottogewinn.
Auch Vergrämungsgeräte können eingesetzt werden. Allerdings kommt es mittlerweile auch vor, dass das Wild sich bereits an die Licht- und Tonsignale gewöhnt hat und diese Geräte ignoriert. Es gibt bereits auch Sensortechnik in den Mähbalken. Diese sind aber noch in der Entwicklung und sehr teuer.
Die Landwirte und Maschinenführer sind nach deutschem Recht verpflichtet, Maßnahmen zur Vermeidung von Rehkitztötung zu treffen, da sonst ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegen kann.
Auch der Jagdpächter hat eine Mitwirkungspflicht. Bei Verstößen drohen Geld- oder Freiheitsstrafen. Übrigens für alle: Landwirt, Maschinenführer und Jagdpächter! Sollte also ein vermähtes Kitz gefunden werden, ist dieses der Polizei zu melden. Diese wird dann ermitteln, ob geeignete Vorkehrungen getroffen wurden.
So einfach natürlich nicht. Aber der Landwirt gibt uns ja den Auftrag des Absuchens und ist sich dann schon bewusst, dass wir zur Sicherung auch ins Feld/in die Wiese müssen. Dabei versuchen wir natürlich so wenig wie möglich zu zertreten.
Die Wärmebilddrohne zeigt uns die verschiedenen Temperaturen an und in den zeitigen Morgenstunden sind die Felder soweit abgekühlt, dass ein deutlicher Unterschied zwischen dem Kitz und dem Umfeld sichtbar ist.
Sobald die Sonne aufgeht, beginnt sich das Umfeld ebenfalls zu erwärmen und die Temperaturunterschiede werden immer geringer. Somit wird die Suche immer zeitaufwändiger und ungenauer. Unter bestimmten Bedingungen kann auch schon mal ein Einsatz am Abend erfolgen, aber das entscheidet der Drohnenpilot.
Das Abfliegen an sich ist für das Kitz absolut stressfrei. Durch die Flughöhe der Drohne bekommen die davon nichts mit. Wenn der Pilot die Drohne bis maximal fünf Meter über dem Boden absenkt und das Kitz dann bereits flüchtet, ist es für uns ein Zeichen, dass es groß genug ist allein aus dem Feld zu gehen, sobald das laute Mähwerk anrückt. Der Maschinenführer wird aber auch darüber von uns informiert, trotzdem achtsam zu sein.
Das Sichern ist natürlich ein kurzer Stressfaktor für die Kleinen. Allerdings gehen wir schnell und trotzdem behutsam vor, um den Pegel so niedrig wie möglich zu halten. Sobald die Boxen sicher abgestellt sind und wir uns wieder entfernen, beruhigt sich das Kitz recht schnell.
Wir sind immer bemüht, die Zeit so kurz wie möglich zu halten. Das bedarf einer guten Absprache mit dem Landwirt. Optimal sollte die Mahd beginnen, sobald wir die Fläche freigegeben haben.
Länger als vier Stunden sollte der Zeitraum nicht betragen, da das Kitz noch regelmäßig gesäugt werden muss. Ist die Fläche abgeerntet, gibt der Landwirt wieder Bescheid und es steht jemand parat, der die Jungtiere wieder freilässt.
Auch das ist sehr unterschiedlich. Mal haben wir einen Einsatz am Tag, mal auch drei oder mehr. Auch tagelange Pausen kommen vor, je nach Wetterlage und Möglichkeiten der Mahd durch den Landwirt.
Sehr sehr gern. Jeder ist herzlich willkommen. Wir haben dazu einen Beitrag auf der Seite, wo Ihr euch hinwenden könnt, was ihr braucht und wie das funktioniert.
Wir machen das Ganze ehrenamtlich auf unsere eigenen Kosten, sind aber für jede Unterstützung dankbar.


